Fond, Fonds oder Fonts?

Fonds, Fond und Fonts klingen zumindest im Plural gleich. Und doch haben sie unterschiedliche Bedeutungen. Was also steckt hinter diesen Wörtern?

1. Der Fond

Ihn finden wir im hinteren Teil des Autos. Denn die Rücksitze eines Fahrzeuges werden auch Fond genannt. Ebenso bezeichnen Künstler den Hintergrund eines Fotos oder Gemäldes Fond. Doch das ist nicht die einzige Umschreibung. Köche sagen Fond zur Flüssigkeit, die beim Kochen oder Braten entsteht und prima für Saucen und kräftige Brühen verwendet werden kann. Beide Erklärungen sind logisch, denn das Wort Fond kommt aus dem Französischen und bedeutet Grund.

2. Arial und Co. zur Textverarbeitung: Die Fonts

Mit Fonts hat Jeder zu tun, der am PC mit einem Textverarbeitungsprogramm arbeitet. Denn IT-Experten nennen die auf Computern verwendeten Schriften Fonts. Es gibt Tausende Schriftarten und Schriftfamilien, die in der Regel frei skalierbar sind. Bekannt sind zum Beispiel Arial oder Times New Roman. Die Erfinder der Fonts verlangen zum Teil Lizenzgebühren für die Verwendung ihrer Schriften.

Fonds, Fond oder Font - Fondsexperten klären auf

3. Der Fonds

Dieser Begriff wird am häufigsten verwendet. Doch als wäre die Verwirrung nicht schon groß genug, verstecken sich dahinter gleich mehrere Bedeutungen. In den Nachrichten hören wir häufig vom Internationalen Währungsfonds oder von einem Filmfonds. In diesem Zusammenhang sind „Fonds“ juristische Personen des öffentlichen Rechts, ähnlich einer Stiftung. Sie sollen Gelder und andere Vermögen verwalten.

Fonds reduzieren das Klumpenrisiko der Anleger

Damit kommen sie dem Begriff des Investmentfonds schon sehr nahe. Er stellt eine besondere Form der Geldanlage dar. Meist werden Fonds von Banken oder Kapitalverwaltungsgesellschaften herausgegeben und betreut. Sie sammeln Anlegergelder ein und investieren diese in Aktien, in Anleihen, in Zertifikaten und anderen Wertpapieren sowie in Währungen oder Immobilien. Dafür erheben sie eine Fondsgebühr, die entweder einen Fixbetrag darstellt oder erfolgsabhängig ist.

Investiert ein Fonds in andere Fonds, so wird er Dachfonds genannt. Immer populärer werden Indexfonds, bei dem die Zusammensetzung eines vorhandenen Indexes, wie dem Dax oder TexDax, automatisch nachgebildet wird. Dafür ist kein aktives Management nötig. Die Fondsgebühren sind daher entsprechend niedrig.

Investmentfonds haben gegenüber der Anlage in Einzelwerte den Vorteil, dass sie das Risiko diversifizieren. Die Streuung der eingezahlten Gelder auf verschiedene Wertpapiere oder Immobilien verringert die Gefahr eines Totalverlusts.

Nach deutschem Recht ist das Fondsvermögen Sondervermögen. Sollte die Kapitalanlagegesellschaft Pleite gehen, so ist das Geld der Anleger dennoch geschützt. Fondsanteile können Anleger entweder bei ihrer Bank oder bei Fondsvermittlern kaufen. Dann wird meist ein Ausgabeaufschlag fällig. Die großen Fonds lassen sich aber auch ganz normal an der Börse handeln, so dass Angebot und Nachfrage dort den Preis bestimmen. Auch ein Direktkauf bei der Investmentgesellschaft ist möglich.

Bei FondsXperte.de können informierte Anleger das Agio sparen und unter Umständen auch Fondsgebühren und Depotgebühren zurückerstattet bekommen. 

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